Mehr als nur ein Problemlöser

Aufbau der Heizeinheit

Auf der diesjährigen Fensterbau Frontale in Nürnberg stellte die Schüt‐Duis Fenster & Türentechnik mit der Studie des „Klimafenster 4.0“ eine intelligente Lösung für die bauphysikalische Schwachstelle Fenster vor.

Nürnberg/Aurich, März 2016 – In Zeiten der sich ständig verschärfenden EnEV rückt das Fenster zwangsläufig immer stärker in den Fokus der energieeffizienten Planung. Es ist die energetisch und bauphysikalisch größte Herausforderung in der Fassade – neben der Dichtheit besonders in punkto Wärmeverlust und Kondensatniederschlag. Dass es hierfür intelligente Lösungen gibt, zeigt die Schüt‐Duis Fenster & Türentechnik mit ihrer auf der Fensterbau Frontale neu vorgestellten Konzeptstudie des „Klimafenster 4.0“. Dieses vereint mehrere Funktionen in einem Bauelement: Lüften, Wärmerückgewinnung und Heizen. Und dies alles mehr oder weniger unsichtbar.

Grundlage für das Klimafenster ist das glasfaserverstärkte Profilsystem „Geneo“ der Firma Rehau in dem die Lüftungskomponenten „Geneo Inovent“ verbaut sind. Geneo Inovent ist ein revolutionäres Lüftungssystem, das ausschließlich im Blendrahmen verbaut wird. Die verbrauchte Innenluft wird über den oberen Blendrahmen angesaugt und über einen im Profil integrierten Wärmetauscher nach außen geführt. Die frische Außenluft strömt von unten über Austrittsöffnungen am vertikalen Blendrahmen der Raumluft zu. Hierbei durchströmt sie einen Filter sowie den Wärmetauscher. Vier Leistungsstufen fördern bis zu 30 m3 Volumenstrom, bei einer Wärmerückgewinnung von bis zu 68 %. Zur Beschattung bzw. Verdunkelung bietet Schüt‐Duis einen hochisolierten „Blackline“ Neubaukasten mit Neopor‐Dämmung an, in den alle Panzer‐Varianten integriert werden können.

Heizscheibe im Einsatz

Erstmals vorgestellt wird mit dieser Studie die Kombination eines energieeffizienten Lüftungsfensters mit einem Flächenheizsystem. Für die Verglasung des Klimafensters verwendet Schüt‐Duis hochwertige und ebenfalls revolutionäre Systemtechnik des Berliner Start‐up‐Unternehmens Vestaxx und verbaut diese in Eigenproduktion zu Isolierglaseinheiten. Das Fenster wird so fester Bestandteil der Gebäudeheizung und löst gleichzeitig die bekannten bauphysikalischen Probleme eines Kondensatniederschlags sowie einer abfallenden Kaltluftströmung am Fenster zuverlässig – und auf Dauer. Zudem nutzt es mit dem Prinzip der Wärmestrahlung eine extrem energieeffiziente Heiztechnik. Möglich sind eine 2fach‐ bzw. 3fach‐Verglasung. Die äußeren Glasscheiben erreichen über eine lowe‐ Beschichtung in Kombination mit Argon im Scheibenzwischenraum exzellente energetische Werte. Die raumseitige Scheibe kann über eine nanotechnisch aufgebrachte Metalloxidschicht beheizt werden.

Über einen geregelten Wechselstrom werden bis zu 500 W/m2 erreicht. Bei einer Lichttransmission von 75 % liegen der g‐Wert bei 55 %, der U‐Wert bei 0,7 W/m2.

Die vorgestellte Studie Klimafenster 4.0 wird voraussichtlich ab Herbst des laufenden Jahres lieferbar sein. Fenster‐ und Türelemente ohne die heizbaren Scheibenelemente – nur mit dem Geneo‐ Lüftungskonzept sowie aufgesetztem Rollladenkasten – sind schon seit längerem auf dem Markt eingeführt und jederzeit kurzfristig verfügbar.